Hl Nikolaus

Der Hl. Nikolaus – 6. Dezember

 

Der echte Sankt Nikolaus lebte 340 nach Christus als Bischof im türkischen Myra.
Er galt als barmherzigund sehr mildtätig: Alles, was er besaß und darüber hinaus noch erbetteln konnte, verschenkte er an Arme und an Kinder.
Er war keiner, der Menschen bedroht, bloßgestellt oder gar bestraft hat. Der hl. Nikolaus ist kein Erziehungshelfer.
Nach seinem Tod (an einem 6. Dezember) lebte er in vielen Legenden weiter.
 
So ist bekannt, dass er drei Mädchen, die wegen ihrer Armut keinen Freier fanden, der Reihe nach drei Klumpen Gold durch den Kamin der Familie warf. Sie fielen direkt in die zum Trocknen aufgehängten Socken. Daher stammt der Brauch, am Vorabend des 6. Dezember möglichst große Schuhe vor die Tür zu stellen.
 
 
An seinem Geburtstag kleidete er sich jeweils in den kostbaren Bischofsmantel und nahm den Hirtenstab zur Hand. Seinen Esel belud er mit einem schweren Sack. Der war gefüllt mit Äpfeln, Nüssen, Mandarinen und Lebkuchen. Er ging durch die Straßen und verteilte die Gaben und machte diesen Tag zu einem großen Fest. Das hielt er so bis ins hohe Alter. Und als die Stunde kam, da Gott ihn heimholen wollte, fiel ihm nur eines schwer, dass er sich von den Kindern trennen sollte.
 
Nikolaus gilt seit jeher als Schutzpatron der Kinder. Brave und Fleißige belohnt er, faule lässt er von einem Gehilfen bestrafen: von Knecht Ruprecht auch Pelzmärtl, Krampus oder Klaubauf genannt. Ein unfreundlicher Typ mit schweren Ketten und großem Sack, in den er die ganz bösen Kinder (die’s ja nimmer gibt!) steckt und mitnimmt.
 
Martin Luther war es, der den Nikolaus fast arbeitslos machte. Im 16. Jahrhundert wetterte der Kirchenreformator gegen die Verehrung von Heiligen und lehnte Sankt Nikolaus als einen Gabenbringer ab. Statt dessen machte er den Geburtstag des Herrn zum Gabentag: den Heiligen Abend. Und ließ das Christkind die Geschenke bringen. Der heilige Nikolaus darf seither eigentlich nur noch an seinem Todestag die Socken und Schuhe füllen.
 
Achten wir alle auf die „Weihnachtsmannfreie Zone“, und verschenkennur noch den hl. Nikolaus – ob in Schokoladen- oder Lebkuchenform. Es ist sehr lobenswert, dass inzwischen viele Firmen den »echten« Nikolaus aus Schokolade mit Mitra und Bischofsstab anbieten.
 
Der Lebkuchennikolaus verziert mit einem Glanzbild oder Oblate schaut nicht nur schön aus, sondern schmeckt auch gut. Ob als Tischdekoration zur Adventsfeier im Verein oder ins Nikolaussackerl unserer Kinder, es freut sich bestimmt jeder darüber. Wie in guten alten Zeiten.
 
Auf geht’s zum Lebkuachabacha!

Ingrid Stigler, Gaubrauchtumswartin

 

Lebkuchenteig für den Nikolaus (ergibt ca. 24 Stück )

Zutaten: 625 g Mehl
  
250 g Honig
1 Ei
250 g Zucker
65 g Butter
1/8 l lauwarmes Wasser
½ Packung Backpulver
5 g Natron
ein bisschen Zitronenschale
1 Päckchen Lebkuchengewürz
ein bisschen Zimt
ein bisschen Nelken
 

Zubereitung:

Honig, Zucker, Butter und Wasser kochen lassen. Auf lauwarm abkühlen, und dann die restlichen Zutaten dazu geben. Den Teig ganz abkühlen lassen und dann – nicht zu dünn – auswalgen.

Für die Nikoläuse, eine Form aus Babbadeckl (Karton) ausschneiden, auf den Teig legen und mit dem Messer ausschneiden. Das „Ausradeln“ geht leichter.

Bei 180 Grad 10 Minuten backen.
Die Aufkleber mit ein paar Punkten Zuckerglasur festkleben oder die Lebkuchen ganz mit Puderzuckerglasur bestreichen und mit Mandelblättchen verzieren.
Die Aufkleber für den hl. Nikolaus kann ich über den Bayerischen Trachtenverband beziehen.
Sagt mir einfach Bescheid unter: ingrid.stigler@isargau.de

 

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