Woher kommt die Form der Fastenbrez’n?
Die
Fastenbrez’n hat eine uralte Tradition
Im Christentum war während der 40-tägigen Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag bis ins Mittelalter nicht nur der Genuss von Fleisch untersagt, sondern auch der von Butter, Milch und Eiern. Ein beliebtes Relikt aus dieser Zeit sind Fastenbrezen, die bis ins 18. Jahrhundert in der Regel nur »in tempore quadragesimali«, also während der vierzig Tage vor Ostern gebacken wurden.
Wie bei allen großen Anlässen des Jahresablaufes entwickelten sich auch im Osterkreis eigene Speisebräuche. Dabei kommt dem Brot als Hauptnahrungsmittel eine besondere Rolle zu. So findet man unter den Fastenspeisen auch die Brez’n.
Die Fastenbrez’n hat eine lange christliche Tradition in unserer Region. Der Name kommt vom lateinischen "brachium", das soviel bedeutet wie Arm, also das "Gebäck in Form verschlungener Arme". Die Fastenbrez’n kommt aus der Zeit der Mönche, und ist hauptsächlich in den damaligen Klosterbäckereien hergestellt worden. Während der Fastenzeit verteilten die Mönche die "Fastenbrezen" an Arme und Kinder aus.
Ingrid Stigler, Gaubrauchtumswart