Simon und Judas, Apostel – 28. Oktober

 

Wir begehen heute den Tag zweier Apostel, über deren Leben in der Bibel wenig überliefert ist, derer aber schon lange gemeinsam gedacht wird: Simon und Judas.

 

Dabei ist der Apostel Simon  weder zu verwechseln mit dem Herrenbruder Simon, der mehrfach in den Evangelien erwähnt wird,  noch mit dem Apostel Simon Petrus. Dieser Simon wird auch „Kananäus“ oder „Zelot“ genannt, was Eiferer bedeutet, und wohl auf seine Herkunft aus dem Kreis derer hinweist, die zur Zeit Jesu - auch gewaltsam -  für die politische Befreiung des jüdischen Volkes auftraten.

Judas, der - zur Unterscheidung vom Verräter - als Sohn des Jakobus bezeichnet wird, erhielt den Beinamen „Thaddäus“, d. h. der „Beherzte“.

 

Nach der kirchlichen Überlieferung sollen beide Apostel etwa dreizehn Jahre gemeinsam in Mesopotamien, Syrien und Persien gepredigt und dort auch den Märtyrertod erlitten haben.

 

Simon und Judas werden in der katholischen Tradition als Helfer in verzweifelten und aussichtslosen Situationen verehrt.

 

Bauernregeln:

Wenn Simon und Judas vorbei, / so rückt der Winter herbei.
Bevor dich Simon - Judas schaut, / pflanze Bäume, schneide Kraut.
Es sitzen auch die heiligen Herrn, / am warmen Ofen gern.
Wer Weizen sät am Simonstage, / dem trägt er goldne Ähren ohne Frage.