Ein alter Brauch ist der Emmausgang am Ostermontag.

 

Der Emmausgang ist in Anlehnung an das Evangelium des Ostermontags ( Lk 24, 13 35) eine volkstümliche Bezeichnung für den Osterspaziergang, der als Familienausflug zu Fuß durch die erwachende Natur  stattfindet.

 

Wir kennen alle den Gang nach Emmaus:

Nach dem Tod Jesu verlassen zwei Jünger die Stadt Jerusalem und gehen nach Emmaus. Auf diesem Weg stößt Jesus zu ihnen und spricht sie an, geht mit ihnen, erklärt ihnen den Sinn der heiligen Schrift. Schließlich bitten Sie ihn: Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden! Beim Brechen des Brotes gehen ihnen die Augen auf und erkennen ihn. Hernach sagen sie: „Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er mit uns redete?“

 

Der durch Goethes Faust berühmt gewordene Osterspaziergang leitet sich von diesem Emmausgang her, hat aber kaum eine religiöse Bedeutung mehr, sondern wird als Frühlingsspaziergang verstanden.

 

Ingrid Stigler

Gaubrauchtumswart