28. Dezember: Gedenktag für die „Unschuldigen Kinder“

 

 

 
Jedes Jahr erinnert die Kirche am 28. Dezember an den bethlehemitischen Kindermord. Gedacht wird damit der Kinder, die kurz nach der Geburt Jesu Christi umgebracht wurden. Der damalige König Herodes hatte die Sterndeuter damit beauftragt, ihm den Ort zu nennen, wo das Jesuskind geboren war. Weil die Sterndeuter ihm diese Auskunft verweigerten, ließ Herodes alle Söhne im Alter unter zwei Jahren der Israeliten in Bethlehem und

 

Umgebung töten. Er tat dies in der Hoffnung, den neugeborenen Messias beseitigen zu können. Herodes fürchtete den neuen König aus dem Stamme Davids als Rivalen, denn er selbst war in den Augen der Juden kein legitimer König. Ein Engel hatte Josef, den Verlobten Marias, jedoch im Traum gewarnt, so dass die Heilige Familie - Maria, Josef und das Jesuskind - bereits die Flucht nach Ägypten angetreten hatten, wo sie lebten, bis Herodes gestorben war.

 

   Ingrid Stigler, Brauchtumswartin im Isargau